Skip to main content

Ein eigener Wintergarten steht ganz oben auf der Wunschliste vieler Hausbesitzer. Er ist gewissermaßen wie eine überdachte und verglaste Terrasse mit einem ganz eigenen Charme und Wohnambiente. Doch kann ein Wintergarten keinesfalls mir-nichts-dir-nichts vor ein Haus gestellt werden – schon bei der Planung müssen viele Dinge beachtet werden, damit das Projekt gelingen kann.

Nehmen Sie sich bei der Planung einen Fachmann (z.B. Architekten) zu Rate, der Sie währenddessen betreut und unterstützt

In der Planungs- und Genehmigungsphase eines Wintergartens müssen viele Dinge beachtet werden
Foto: wokandapix / pixabay

Wie ist ein Wintergarten definiert?

Der Bundesverband Wintergarten e.V. definiert Wintergärten als einen Anbau bzw. ein Gebäude, das größtenteils aus durchsichtigem Material (Glas) beschaffen ist. Der Wintergarten muss über ein festes Fundament verfügen und mit einer Wand an das bestehende Hauptgebäude angegliedert sein.

Weitere Merkmale eines Wintergartens sind:

  • Die Trägerkonstruktion des Wintergartens besteht aus Holz, Metall (vorwiegend Aluminium oder Stahl), Kunststoff oder aus einer Kombination von zwei der genannten Materialtypen.
  • In Wintergarten können sich dauerhaft mehrere Personen aufhalten.
  • Wintergärten dürfen beheizt werden.
  • Ein Wintergarten muss stabil gegenüber Wind, Regen und Schneelast sein – sämtliche Anforderungen zur Statik müssen erfüllt sein.
Holen Sie sich – falls nötig – mehrere Finanzierungsangebote ein, um Ihr Wintergartenprojekt realisieren zu können

Stecken Sie im Vorfeld der Wintergartenplanung Ihr finanzielles Budget ab, damit es nicht zu unerwünschten Überraschungen kommt
Foto: Bernd Kasper / pixelio.de

Wozu brauche ich eigentlich einen Wintergarten?

Schon lange liegt naturnahes Wohnen, wie es ein Wintergarten ermöglicht, im Trend. Es ist allgemein bekannt, dass Tageslicht konkreten Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden nimmt. Mit je mehr Licht wir im Verlauf des Tages „versorgt“ werden, umso heller ist auch unsere Stimmung. Gerade in der dunklen, kalten Jahreszeit kommt dieser Effekt zum Tragen. Forscher haben herausgefunden, dass ein längerer Aufenthalt ohne Tageslicht sich nachweislich auf unser Wohlergehen auswirkt. Deshalb kommt es in den Herbst- und Wintermonaten auch deutlich häufiger zu depressiven Verstimmungen, da unser Körper aufgrund der kürzeren Tage, die zudem oft wolkenverhangen sind, weniger Licht abbekommt.

Ein Wintergarten ermöglicht es uns, im Alltag so viel Tageslicht wie möglich aufzunehmen – und das im Rahmen eines wohnlichen Komforts. Befragt man die Besitzer von Wintergärten, zu welchem Zweck dieser erbaut wurde bzw. wie er konkret genutzt wird, so lautet die Antwort in den meisten Fällen: Zum Ausspannen, Erholen, Regenerieren, Relaxen, Lesen aber auch als ein Ort geselliger Zusammenkunft, etwa beim Kaffeeklatsch, bei Spieleabenden oder Partys mit Freunden. So ist es nicht verwunderlich, dass der Wintergarten oft als wohnlicher Mittelpunkt des Hauses beschrieben wird. Viele berichten davon, dass sich ihre Lebensqualität zu Hause und im Alltag durch die verglaste Wohlfühloase entscheidend erhöht habe.

Doch es gibt noch weitere gute Gründe für den Bau eines (Wohn-)Wintergartens. Zum einen wird die Wohnfläche des Hauses vergrößert. Handelt es sich um einen beheizten Wintergarten, kann er getrost als vollwertiger, zusätzlicher Raum bezeichnet werden, etwa als zweites Wohn- oder Esszimmer. Durch die Rundum-Verglasung machen Sie sich des Weiteren unabhängig vom Wetter. Egal ob es windig oder nasskalt ist, Sie können Ihren Kaffee dort unbehelligt schlürfen und fühlen sich fast wie im Freien. Auch wenn Freunde und Bekannte zu Besuch kommen, wird der Wintergarten gerne als Ort zur Bewirtung genutzt, ganz egal wie die Witterungsverhältnisse draußen sind. Gerne werden Wintergärten auch mit einer Vielzahl von Pflanzen bestückt, was einen entscheidenden Einfluss auf die Wohnatmosphäre hat. Außerdem können nicht winterharte und frostempfindliche Pflanzen dort gut überwintern.

Was ist bei der Planung eines Wintergartens zu beachten?

Vielleicht haben Sie ja die oben genannten Argumente überzeugt oder aber Sie waren schon immer ein ausgemachter Wintergarten-Fan. Doch bevor es mit dem Bau losgehen kann, muss eine ausgeklügelte Planung stattfinden, damit das Projekt ein voller Erfolg wird.

Im Folgenden finden Sie eine Zusammenstellung einiger Fragen, die Sie im Rahmen der Planung auf jeden Fall berücksichtigen sollten.

  • Finanzielles Budget: Ehe Sie sich mit den verschiedenen Wintergartentypen und zusätzlichen Ausstattungsmerkmalen befassen, sollten Sie sich über das finanzielle Budget im Klaren sein, dass zur Verfügung steht. Ein Wintergarten ist eine kostspielige Angelegenheit. Zur Konstruktion und Verglasung selbst kommen noch einmal Kosten für Belüftung, Heizung, Beschattung sowie die elektrische Installation hinzu, die unbedingt einkalkuliert werden müssen. Holen Sie sich gegebenenfalls im Vorfeld auch Angebote zur Finanzierung ein.
  • Baurecht: Erkundigen Sie sich in der Landesbauordnung danach, welche Richtlinien es für Wintergärten gibt. Dazu gehören u.a. die vorgeschriebene Bauform, Größe und Maße, die Einhaltung von gesetzlichen Grenzabständen, in manchen Fällen notwendige Einverständniserklärungen des oder der Nachbarn, Auflagen und erforderliche Vorkehrungen zum Brandschutz etc.
  • Baugenehmigung: In den meisten Bundesländern müssen Sie für den Bau des Wintergartens eine Baugenehmigung bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde einholen, da es sich um eine erhebliche bauliche Maßnahme am Haus handelt. Erst wenn diese erteilt ist, kann mit dem Bau begonnen werden. Beachten Sie auch, dass umfangreiche Unterlagen eingereicht werden müssen, u.a. Lagepläne und Berechnungen zur Statik.
  • Lageplanung: Überlegen Sie gemeinsam mit einem Fachmann (z.B. Architekten oder Bauingenieur), wo der Wintergarten am besten an das Haus angebracht werden kann und welche Größe und Form (z.B. rechteckig, quadratisch, L-förmig etc.) sinnvoll sind. Empfehlenswert ist eine Südwest-Ausrichtung, um sich den Glashaus-Effekt zu Nutze machen zu können. Auch muss besprochen werden, wie der Wintergarten optisch und architektonisch in die bestehende Terrassen- und Gartenanlage integriert werden kann.
  • Bauliche Gegebenheiten: Es stellt sich die Frage, wie der Wintergarten an das bestehende Gebäude integriert werden soll, sprich wie die Übergänge von den Glasfassaden zum Mauerwerk gestaltet werden sollen, die Beschaffenheit des Fundaments, welches Heizungssystem und welcher Fußboden verlegt wird, wo sich Fenster und Türen befinden sollen, ob der Wintergarten vom übrigen Wohnbereich (etwa durch eine Schiebetür) abgetrennt wird oder nicht, die Bedachung (Glasdach, Ziegeldach oder grünes Dach), Art und Weise der Beschattung und Belüftung, Wahl eines adäquaten Heizungssystems u.v.m.
  • Wärmedämmung: Insbesondere bei Wohnwintergärten gibt es sehr genaue Vorschriften zur Wärmedämmung. Diese muss in erster Linie über die Verglasung erfolgen. Dazu bietet sich beispielsweise spezielles Wärmedämmglas an.
  • Verglasung: Neben der Wärmedämmung gibt es weitere Kriterien, die erfüllt werden müssen bzw. können, z.B.: Wo sich Öffnungen für die Belüftung befinden sollen, Ansprüche an den Schallschutz, Einsatz von Sicherheitsglas oder Sonnenschutzverglasung sowie weitere Sonderwünsche.
  • Die Frage nach dem Material: Es steht eine Vielzahl an möglichen Materialien für den Wintergartenbau zur Auswahl. Wofür Sie sich letztlich entscheiden hängt von verschiedenen Faktoren ab: Kosten, Optik/persönlicher Geschmack, vorhandenes Baumaterial des Hauses/der Umgebung des Wintergartens, Langlebigkeit und Robustheit des Materials, Pflegeaufwand etc.
  • Zugang zum Wintergarten: Wichtig ist auch die Frage, wie der Zugang zum Wintergarten gestaltet werden soll, etwa in Form einer Schiebetür, einer Wohnungstür oder als offener Bereich. Auch muss geklärt werden, ob der Wintergarten von außen, sprich vom Garten aus zugänglich sein soll.
  • Montage in Eigenregie oder durch einen Fachbetrieb: Wenn Sie über handwerkliches Geschick, mehrere Helfer und ausreichend Zeit verfügen, können Sie den Wintergarten selbst aufbauen – das spart natürlich osten. Allerdings darf die Arbeit nicht unterschätzt werden; im Zweifelsfall sollten Sie sich fachmännische Hilfe holen oder den Wintergarten von einem Fachbetrieb komplett aufstellen lassen.
Wie jedes Gebäude hat auch ein Wintergarten wichtige bauliche Anforderungen, etwa an Fundament, Statik und Wärmedämmung

Bei einem Neubau kann ein Wintergarten planerisch gut integriert werden
Foto: Antranias / pixabay

Welcher Wintergarten passt zu mir?

Wintergärten gibt es in allen möglichen Formen und Designs. Bei der Frage, welcher Typ am besten zum Bauherren passt, geht es neben der Tatsache, ob er mit einem Neubau kombiniert wird oder im Nachhinein eingebaut werden soll auch darum, ob er an das Haus optisch angepasst werden oder sich aber davon abheben soll, etwa bezüglich Farbe, Form oder Material. Natürlich spielt auch der persönliche Geschmack eine Rolle, etwa ob der Grundriss eher rund oder eckig konzipiert werden soll. Ebenso entscheidend ist die vorgesehene Nutzung des Wintergartens: So sollte ein Wohnwintergarten flächenmäßig größer sein als ein unbeheizter Kaltwintergarten, der in erster Linie als Überwinterungsort für Pflanzen dient. Von diesem Aspekt hängt natürlich auch ab, ob der Wintergarten mit einer Heizungsanlage ausgestattet werden soll oder nicht.

Im Folgenden werden drei verschiedene Wintergartentypen vorgestellt, die für jeweils individuell verschiedene Nutzungsgewohnheiten gedacht sind.

Der klassische Wintergarten

Der klassische Wintergarten ist ein eigenständiger Raum, d.h. wird vom übrigen Wohnraum abgetrennt, etwa durch eine Schiebetür. Durch die gute Wärmedämmung kann er ganzjährig genutzt werden, jedoch besteht – etwa aus Gründen der Energieeinsparung – die Möglichkeit, ihn vom Wohnhaus zu trennen, beispielsweise, wenn man sich länger nicht zu Hause aufhält (Urlaub etc.) oder während besonders eisiger Winterwochen. Neben Wärmeschutzglas, dessen Verwendung empfohlen wird, kommen hier für die Trägerkonstruktion vor allem thermisch getrenntes Aluminium oder eine Kombination aus Holz und Aluminium in Frage.

Der Wohnwintergarten

Der Wohnwintergarten kann bzw. soll das ganze Jahr über uneingeschränkt als vollwertiger Wohnraum genutzt werden – hier handelt es sich um eine echte Erweiterung der Wohnfläche. Dazu sind eine besonders gute Wärmedämmung sowie der Einbau eines geeigneten Heizungssystems zwingend erforderlich. Bei der Verglasung bietet sich Dreifachglas an. Für den Rahmen kann Aluminium oder auch eine Verbindung von Holz und Aluminium verwendet werden. Der Gestaltung der Außenfassade und des Innenraums sind hierbei keine Grenzen gesetzt, sie kann nach den jeweiligen Vorstellungen der Bauherren erfolgen.

Der Drei-Jahreszeiten-Wintergarten (Kaltwintergarten)

Rund neun bis zehn Monate im Jahr kann dieser Wintergartentyp genutzt werden. Aufgrund seiner leichteren Bauweise und der weniger ausgefeilten Wärmedämmung ist die Nutzung in den kalten Wintermonaten jedoch nur eingeschränkt möglich, mit Ausnahme von sonnigen Wintertagen, an denen sich der Kaltwintergarten durch die Sonneneinstrahlung bis zu einem gewissen Maße aufwärmt. Für die Überwinterung frostempfindlicher Pflanzen ist er gut geeignet. Für die Trägerkonstruktion kommen Aluminiumprofile ohne thermische Trennung zum Einsatz, die für eine schlanke Optik des Rahmens sorgen. Allerdings kann sich bei weniger günstigen Bedingungen (sehr frostige Außentemperaturen) an der Innenseite der Verglasung Kondenswasser bilden. Mit einer ausreichenden Belüftung bekommen Sie dieses „Problem“ jedoch gut in den Griff.

Weitere Designaspekte

Einen individuell gestalteten Wintergarten statt ein Modell von der Stange – das wünschen sich viele Bauherren. Möglichst maßgeschneidert sollte er sein und auf die individuellen Vorstellungen und baulichen Voraussetzungen angepasst. Zum Design des Wintergartens gehört das zum Einsatz kommende Material (Holz versus Aluminium versus Kunststoff versus Holz-Aluminium-Kombination versus Holz-Stahl-Kombination) – dieses beeinflusst die gewünschte Optik erheblich. Ein weiteres Kriterium ist die Grundfläche, sie kann quadratisch oder rechteckig sein (kommt am häufigsten vor), aber auch L-förmig oder sogar in Form eines Halbkreises; letztere ist besonders kostspielig, da gebogene Glasscheiben zum Einsatz kommen sollen. Weiterhin stellt sich die Fragen nach den Fenstern und Türen: Sollen Schiebetüren eingebaut werden? Wie sieht es mit der Anzahl und dem Standort von Fenstern und Türen aus?

Eine weitere Rolle spielt die Überdachung: Glasdach versus Ziegeldach, wobei viele nicht mehr von einem echten Wintergarten sprechen, wenn die Überdachung nicht aus Glas ist. Auch die Beschattung hat Einfluss auf das Design, je nachdem, ob Sie sich für Rollos/Markisen, elektrische Jalousien und/oder Vorhänge bzw. Gardinen entscheiden. Last but not least nicht zu vergessen bei den Designaspekten ist die Farbwahl beim Profil und auch im Innenraum. Profile können in der von Ihnen gewünschten Farbe gestrichen bzw. lackiert werden – dies hat einen erheblichen Einfluss auf die (Außen-)Wirkung Ihres Wintergartens. Zu überlegen ist auch die Innenraumgestaltung mit den Wänden, dem Fußboden und den Möbeln. Hier stehen Sie vor der Option, ein harmonisches Zusammenspiel von Farben und Formen zu kreieren oder aber Kontraste zu schaffen.

Das Design der Überdachung und der Seitenwände hat großen Einfluss auf die Optik des Wintergartens

Designmöglichkeiten bei Wintergärten gibt es jede Menge
Foto: markusthomasde / pixabay

Ratgeber Wintergarten – Überdachungen und Sonnenschutz

Terrassenüberdachungen

Die Qualität der Überdachung des Wintergartens ist besonders wichtig. An das Material des Terrassendachs sind vielfältige Anforderungen gestellt: Die Konstruktion sollte optisch ansprechend sein, aber auch pflegeleicht und langlebig sein. Sehr bedeutend sind auch die Dämmeigenschaften der Überdachung. Nachweislich verliert ein Gebäude über das Dach am meisten Wärme, daher sollte das Terrassendach des Wintergartens unbedingt die strengen Richtlinien der Energiesparverordnung erfüllen. Eine gut gedämmte Überdachung sorgt nicht nur dafür, dass der Wintergarten in der kalten Jahreszeit nicht auskühlt; im Sommer hilft sie dabei, einen Teil der Strahlungswärme der Sonne abzuschirmen, damit sich der Wintergarten nicht zu stark aufheizt.

Als Material für die Trägerkonstruktion wird mittlerweile sehr häufig pulverbeschichtetes Aluminium verwendet, da es in der Bauweise leicht ist und trotzdem robust gegenüber Witterungseinflüssen, etwa UV-Strahlung. Außerdem ist es deutlich weniger pflegeintensiv als Holz, das regelmäßig behandelt werden muss, um seine Langlebigkeit zu behalten. Das Glas für die Überdachung sollte stabil sein und aus oben erwähntem Grund gute Dämmeigenschaften besitzen. Wichtig ist auch der Dachneigungswinkel, damit der Regen gut ablaufen kann: Ein Gefälle von etwa fünf Grad bei der Dachkonstruktion sind optimal.

Ein nicht zu vernachlässigendes Kriterium ist die Statik der Überdachung. Sie muss vor jedem Bauvorhaben individuell berechnet werden. Gerade die Druckbelastung durch Schnee wird oft überschätzt. Damit auch höhere Schneelasten (vor allem bei angestautem Schnee und Altschnee der Fall) verlässlich getragen werden können, wird eine Traglast von etwa 125 kg pro Quadratmeter empfohlen. Wohnen Sie in einem schneereichen Gebiet, sollte die Traglast noch deutlich höher sein. Für die Berechnung der Statik muss unbedingt ein Fachmann herangezogen werden!

Sonnenschutz und Beschattung

Damit Ihr Wintergarten im Hochsommer durch die intensive Sonneneinstrahlung nicht zur Sauna wird, ist ein Sonnenschutz dringend von Nöten. Ohne Beschattung würden sich die Glaswände und die Überdachung unkontrolliert aufheizen und ein Klima entstehen, in dem sich niemand aufhalten könnte.

Die Wahl an Beschattungssystemen ist groß. Grundsätzlich ist zwischen der Außen- und der Innenraumbeschattung zu unterscheiden. Letztere kann geschehen durch Vorhänge, Gardinen, Innenraumrollos (z.B. mit Klickvorrichtung) etc.; sie ist aber deutlich weniger effektiv als die Außenbeschattung. Hierfür stehen elektrische Jalousien, Rollos, aber auch textile Varianten in Form von Markisen und Sonnensegeln zur Verfügung.

Die Überdachung sollte langlebig und robust sein, optisch ansprechend und vor allem gute Dämmeigenschaften besitzen

An die Überdachung eines Wintergartens werden hohe Anforderungen gestellt
Foto: jutta24 / pixabay

Wintergärten – Angebote und Preise

Die Preise für Wintergärten variieren beträchtlich – dessen sollte man sich bewusst sein, ehe man sich eines oder aber aus Vergleichsgründen am besten mehrere Angebote einholt. Welche Summe letztlich für Ihren Wintergarten zusammenkommt, hängt von mehreren Faktoren ab, u.a. von individuellen Gestaltungswünschen, dem verwendeten Material und den gegebenen baulichen Voraussetzungen. Im Folgenden erhalten Sie noch einmal einen genaueren Überblick darüber, wie sich die Kosten für einen Wintergarten zusammensetzen:

  1. Material des Rahmenprofils: Rahmenprofile aus Kunststoff gibt es schon ab 5.000 Euro; teurere Varianten aus Holz und/oder Aluminium beginnen bei etwa 10.000 Euro
  2. Fenster und Türen: Glas nimmt einen erheblichen Anteil im Wintergarten ein. Wie hoch die Kosten für die gläsernen Fenster und Türen ausfallen, hängt von den Dämmeigenschaften des verwendeten Glases ab. Die Preise steigen auch, wenn das Glas Besonderheiten aufweist, etwa eine spezielle Beschichtung gegen Strahlungswärme und Verschmutzung.
  3. Größe: Eigentlich ein simpler Grundsatz – je größer Ihr Wintergarten in der Fläche ist, umso höher fallen die Kosten aus. Je nach Geschmack kann der Wintergarten auch lackiert werden, was den Preis ebenfalls steigen lässt.
  4. Art der Belüftung und Beschattung: Um sie kommt man eigentlich nicht herum, wenn im Wintergarten ein angenehmes Klima herrschen soll. Eine technisch gesteuerte Belüftung und Beschattung ist aufwendiger und teurer als eine manuelle Betriebsweise.

Manchmal kommen zu diesen Faktoren noch Sonderwünsche und Zusatzausstattungen hinzu, die die Gesamtkosten ansteigen lassen. Auch dürfen Sie nicht vergessen, dass der Wintergarten eine elektrische Installation benötigt und – falls es sich um einen Wohnwintergarten handelt – eine Heizung eingebaut werden muss.

Grob gesagt liegen unbeheizte Wintergärten zwischen 10.000 und 50.000 Euro, beheizte Wintergärten zwischen 15.000 und 100.000 Euro, die Spanne ist also sehr groß. Bei beheizten Wintergärten kommen noch die jährlichen Betriebskosten für Heizung, Reinigung und Instandhaltung hinzu, sie liegen bei durchschnittlich etwa 500 Euro pro Jahr.

Worauf sollte man bei Wintergarten-Angeboten achten?

Zusätzlich zum „Grundpreis“ für Ihren Wintergarten müssen Sie mit weiteren Kostenfaktoren rechnen, die Sie im Blick behalten sollten. Die Hersteller von Wintergärten unterscheiden sich in ihren Angeboten bezüglich des Services oft erheblich. Wenn Sie sich für einen Wintergarten-Anbieter entscheiden, sollten die folgenden Kriterien beachtet werden:

  • Sind die Kosten für notwendige Baugenehmigungen bereits im Preis enthalten?
  • Kommen Kosten für eine eventuelle gewünschte Montage des Wintergartens noch oben drauf oder sind sie bereits inklusive?
  • Sind die Kosten für das Fundament bereits in den Gesamtpreis miteingerechnet?
  • Fallen zusätzlich noch Liefergebühren für den Wintergarten an oder handelt es sich um eine kostenlose Lieferung?

Überprüfen Sie mehrere Wintergarten Hersteller, die für Sie in Frage kommen, hinsichtlich dieser Checkliste und geben Sie dem Anbieter den Zuschlag, mit dessen Servicekonditionen Sie am zufriedensten sind und der unterm Strich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Sie bereithält.